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2016                                  

 Berichte und Informationen

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Heft 7-8/2016  Heft 9/2016 Heft 10/2016

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* MEDICA-Berichte!

 

Das KKC-Redaktionsteam verfolgt laufend die Meldungen und Beiträge auch von anderen Medien. In den folgenden Notizen weisen wir auf interessante Nachrichten aus der Medizintechnik und ihrem Umfeld hin. Ein Link führt Sie direkt zur betreffenden Quelle.

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Viel oberflächliche Kosmetik statt tiefgreifender Maßnahmen

 EU-Rat hat am 19.Juni gemeinsamen Standpunkt zu Medizinprodukte-Vorschriften vereinbart

Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich die EU-Gesundheitsminister am 19. Juni 2015 bei ihrer Sitzung in Luxemburg auf eine gemeinsame Position zu den Verordnungen über Medizinprodukte bzw. In-vitro-Diagnostika geeinigt. Damit ist der Rat ein Stück auf dem Weg zu Gesprächen mit dem Europäischen Parlament vorangekommen, allerdings bleibt bis dahin immer noch sehr viel zu tun

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Über unsere MEDICA-Aktivitäten berichtete

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Kostentreiber an die kurze Leine nehmen

Die finanziellen Vorteile eines effektiven Beschaffungs- und Instandhaltungs-Managements bei MT-Geräten sind enorm. Der Weg dahin ist dornenreich. Detaillierter befasste sich Dipl.-Ing. Peter Rode (Cemro Management) mit dem Thema im Rahmen des KKC Forums auf der MEDICA.

Einkaufsmanagement anstelle isolierter Bestellungen Bei einer Vortragsveranstaltung am Medica-Stand des Krankenhaus Kommunikationscentrums (KKC) wurden den Krankenhäusern Tipps für ein effizienteres Einkaufsmanagement gegeben. Heidemarie Hille, Geschäftsführerin der Duderstädter Fa. Aerophelia, erörterte innovatives Einkaufsmanagement versus isolierte Bestellprozesse als Säule des Unternehmenserfolgs.

NEUES AUS DEM BUNDESMINISTERIUM FÜR GESUNDHEIT:

Berlin, Februar 2015: Minister Gröhe beruft neuen Sachverständigenrat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe beruft den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen neu. Der Sachverständigenrat hat die Aufgabe, im Abstand von zwei Jahren Gutachten zur Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu erstellen. In diesem Jahr wird er ein Sondergutachten zur Entwicklung des Krankengeldes vorlegen. Das sind die neuen Mitglieder:

  • Allgemeinmediziner Prof. Dr. Ferdinand Gerlach (Universität Frankfurt),
  • Gesundheitsökonom Prof. Dr.  Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld),
  • Internistin und Nephrologin Prof. Dr. Marion Haubitz  (Universität  Hannover),
  • Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Universität Halle),
  • Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Universität Hamburg),
  • Pharmakologin Prof. Dr. Petra Thürmann (Universität Witten-Herdecke)
  • Gesundheitsökonom Prof. Dr. Eberhard Wille (Universität Mannheim).

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Rudi Wuttke vom Medizintechnikportal meldet:

05. Dezember 2014: EU-Rat hat geplante Vorschriften für Medizinprodukte diskutiert Eine unendliche Geschichte, wie Rudi Wuttke vom Medizintechnikportal.de meint: Am 1. Dezember 2014 trafen sich die Gesundheitsminister der EU-Länder und berieten über die weitere Vorgehensweise bei der Verabschiedung der beiden EU-Verordnungen zu Medizinprodukten und Invitro-Diagnostika. Das Dilemma, gleichzeitig sichere Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, ohne die schnelle Umsetzung von Innovationen zu gefährden, ist weiterhin ungelöst. So wird die Verabschiedung der in Deutschland sofort wirksamen EU-Verordnungen trotz mittlerweile 13 Sitzungen noch viele Monate auf sich warten lassen.

03. November 2014: Elektrodenloser Mini-Herzschrittmacher verursacht schwere Komplikationen – Perikardergüsse nach Perforationen des rechten Ventrikels Komplikationen bei der Implantation des neuen elektrodenlosen Hoffnungsträgers Nanostim von St. Jude Medical haben der Euphorie der Kardiologen für diese hochinnovative Technologie erst einmal einen kräftigen Dämpfer verpasst. Der Hersteller musste die im Frühjahr 2014 in Europa gestartete klinische Post-Market-Studie „Leadless Pacemaker Observational Study“ unterbrechen und wartet nach der Vorlage korrektiver Maßnahmen auf Genehmigungen von Ethikkommissionen und Behörden.Bereits am 9. September 2014 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unter seiner Referenznummer 4254/14 eine Korrektive Maßnahme des Herstellers St. Jude Medical für den Nanostim Leadless Pacemaker und das zugehörige Einführbesteck veröffentlicht, die es in sich hat [1]. Nach der Bekanntmachung führt das Unternehmen eine „freiwillige korrektive Sicherheitsmaßnahme im Feld“ durch. Hintergrund sind unerwünschte Ereignisse in Form von Perikardergüssen durch Perforationen der rechten Kammerwand bei der Implantation, welche im Rahmen des Post Market Clinical Follow up (PMCF) festgestellt worden sind. Zu den Faktoren, die einen Perikarderguss begünstigen können, zählen nach den Angaben des Unternehmens unter anderem die Patientenselektion und die Implantationstechnik.

22. Oktober 2014:  Medizinprodukte im Fokus des geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes– Hürden bei der Erstattung statt bei der Zulassung – frühe Nutzenbewertung für Medizinprodukte soll es richten Der Verbotsvorbehalt im stationären Bereich wird zwar nicht gekippt, er droht jedoch entgegen anderslautenden Beteuerungen zumindest aufgeweicht zu werden. Für neue Methoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse wird eine frühe Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorgesehen. Wenn Krankenhäuser neue Methoden mit Hochrisikoprodukten einsetzen wollen, müssen sie an der vorgesehenen Erprobungsstudie teilnehmen.

 VDE Med Tech

VDE – hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich einer der großen europäischen Verbände für Branchen und Berufe der Elektro- und Informationstechnik. Eine internationale Experten-Plattform für Wissenschaft, Normung und Produktprüfung.

Frankfurt 10. Dezember 2014: DGBMT / VDE präsentieren zwei aktuelle Publikationen des VDE zur Medizintechnik: die Ausgabe 02/2014 der VDE MedTech Expertenbeiträge mit den Themen Patentrecht, Zulassung, Patientensicherheit und Kostenerstattung und das neue VDE Positionspapier zu „Medizintechnik in der chirurgischen Intervention – Wie lässt sich die interdisziplinäre Forschungszusammenarbeit zwischen Ärzten und Ingenieuren verbessern?“.

VDE|DKE identifizieren Lücken bei der OP-Vernetzung: Weißbuch „Sichere dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik“ identifiziert Standardisierungslücken und ebnet damit den Weg zur OP-Vernetzung weiterlesen

Lesen Sie auch die VDE MedTech-Expertenbeiträge

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Frau Cindy Bouchagiar meldet auf Ihrer Seite Fachbeiträge: Klinikneubau Bremen-Mitte: Kein Ende in Sicht . Nicht nur enorme Kostensteigerung, sondern auch eine um mindestens zwei Jahre verzögerte Fertigstellung beim Teilneubau des Klinikum Bremen-Mitte, sorgt in der Bremer Bürgerschaft für große Aufregung. Gab es Fehler in der Planung? Was führt zu den Verzögerung bei der Fertigstellung und den erheblich gestiegenen Baukosten? Wer ist für die Baumängel verantwortlich? RASimAs – Regionalanästhesiesimulator-Projekt: Die Uniklinik der RWTH Aachen beteiligt sich zur Zeit an einem europäischen Gemeinschaftsprojekt zur Regionalanästhesie­simulation. Ziel ist es, Experten aus diversen Disziplinen zu vereinen um innovative Werkzeuge zu entwickeln, welche die Durchführung von Regional Anästhesien sicherer für Patienten macht und gleichzeitig die Kosten für die Gesellschaft reduziert. DIVI 2014: Bessere Genesungschancen durch Einbindung von Angehörigen: Mit dem 3. Dezember 2014 erfolgte der Startschuss zum diesjährigen 14. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Der dreitägige Kongress fand wie auch in den letzten Jahren im CCH Kongress Center Hamburg statt und stand unter dem Motto „Humanität und Technologie“. Zum Thema Humanität gehört für die Ausrichter auch die Fachdiskussion, wie sich durch eine gezielte Angehörigeneinbindung die Genesungschancen der Intensivpflegepatienten verbessern läßt Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik verliehen: Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE und das Aktionsbündnis für Patientensicherheit zeichnete David Große Wentrup von der Universität Münster mit dem “Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik” aus. Der Nachwuchswissenschaftler entwickelte eine Möglichkeit zur technischen Integrationsüberwachung von Infusionssystemen, die es dem Pflegepersonal erleichtert, Störungen schnell zu erkennen und zu beheben. Der mit 6.500 Euro dotierte Preis wird für Innovationen vergeben, die medizinische Geräte oder Systeme sicherer und gebrauchstauglicher machen. BVMed informiert über ambulante Infusionstherapie bei Krebserkrankungen: Der Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) informiert in seinem aktuellen Newsletter „HomecareNews“ über die ambulante Infusionstherapie bei Krebserkrankungen. Im Newsletter werden die Möglichkeiten der ambulanten Infusionstherapie und die Bedeutung von Homecare für die Versorgung zu Hause durchleuchtet. Online: Nationale Informationsplattform Medizintechnik: Die Nationale Informationsplattform Medizintechnik ist Online. Die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Aufbau dieser Plattform, unter der redaktionellen Führung der VDI Technologiezentrum GmbH, ist ein Ergebnis aus dem Nationalen Strategieprozess „Innovation in der Medizintechnik“. Normungs-Roadmap “Mobile Diagnostiksysteme” veröffentlicht: Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DKE) haben gemeinsam eine Deutsche Normungs-Roadmap „Mobile Diagnostiksysteme“ erarbeitet und die erste Version veröffentlicht. Drahtlose Stromversorgung für Implantate: Ein Team der Stanford University hat ein neuartiges Induktions-Verfahren zur Energieversorgung entwickelt, bei dem ein Magnetfeld in den Körper geschickt wird, das auch tief sitzende Implantate erreicht. Neues berührungsfreies Stirnthermometer: Die Firma Braun stellt zum ersten Mal ein berührungsfreies Stirnthermometer vor,, das die Temperatur mittels zwei verschiedener Modi messen kann – dem berührungsfreien Modus und dem Berührungsmodus. Dank der Kombination aus einem hochempfindlichen Sensor und einem innovativen optischen System wird doppelt so viel Wärmestrahlung erfasst wie bei traditionellen Stirnthermometern ohne optisches System. ICD-10-GM 2015: DIMDI veröffentlicht endgültige Fassung: Die „Internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, German Modification“ bildet u.a. die Basis für das pauschalierende Vergütungssystem G-DRG (German Diagnosis Related Groups) und für das PEPP-Entgeltsystem (Pauschalierte Entgelte in Psychiatrie und Psychosomatik). In die neue Version flossen die Änderungen der WHO ein. Erstes Hörgerät Made for iPhone®: Auf der IFA 2014 in Berlin stellte die Firma GN Hearing GmbH mit ReSound LiNX das erste Hörgerät Made for iPhone® vor. Es konnte sich unter 24 Anbietern unterschiedlichster Branchen als „Bester der Besten“ beim diesjährigen Usability Award behaupten. Das Hörgerät empfängt erstmals Audiosignale direkt von iPhone®, iPad® und iPod touch® – und zwar in exzellenter Stereo-Qualität und ohne jedes Zubehör. Schmerzmonitor zur quantifizierten Bewertung der Wirkung von Schmerzmedikamenten: Das im April 2012 gegründete Start-Up-Unternehmen Dolosys aus Berlin hat einen Schmerzmonitor entwickelt, mit dem die Schmerztherapie bei nicht-mitteilungsfähigen Intensivpatienten und chronischen Schmerzpatienten optimiert werden kann. Das Verfahren verbindet die Analyse des Reflexes in Verbindung mit einem Algorithmus zur automatischen Messung der individuellen Reflexschwelle, so kann der Schmerz genau, objektiv und ohne subjektive Wahrnehmung oder Zutun des Patienten quantifiziert werden.

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KMA-Online meldet: Milliardenloch Notaufnahme -Notaufnahmen gelten als chronisch unterfinanziert. Wie sehr inzwischen die Schere zwischen Einnahmen und Kosten auseinandergeht, zeigt ein neues Gutachten. Danach stehen bei ambulanten Notfällen Erlösen von durchschnittlich 32 Euro reale Fallkosten von120 Euro gegenüber. Das beschert Kliniken mit Notaufnahmen ein Defizit von rund einer Milliarde Euro. Dies berichtet die DKG-Studie „Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus – Fallkostenkalkulation und Strukturanalyse“. TEURE FÄLLE VON ÄRZTEPFUSCH – Wenn Patienten Millionenbeträge erstreiten Wenn Ärzten vor Gericht ein Kunstfehler nachgewiesen wird, kann es für die Haftpflichtversicherer teuer werden. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert Fälle der vergangenen Jahre, bei denen Kläger hohe Summen erstritten haben. MORDFÄLLE IN OLDENBURG – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen acht weitere Klinikmitarbeiter Im Zusammenhang mit den Mordermittlungen gegen einen ehemaligen Krankenpfleger ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen acht weitere Klinikmitarbeiter – wegen des Verdachts auf Totschlag durch Unterlassen. ÄRZTLICHE DIAGNOSE – Frag nach bei Dr. Google Immer mehr Patienten misstrauen den Diagnosen und Behandlungsempfehlungen ihrer behandelnden Ärzte. Knapp zwei Drittel gehen nach dem Arztbesuch online und recherchieren in Foren und Gesundheitsportalen. Das zeigt eine Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von Asklepios. IT – IHE-Connectathon findet 2016 in Deutschland statt Mit dem jährlichen Connectathon, an dem bis zu 300 Entwickler mit über 120 Systemen teilnehmen, werden Systeme auf Kompatibilität getestet. Somit wird sichergestellt, dass sie fehlerfrei miteinander kommunizieren können und für den Praxiseinsatz vorbereitet sind. MEDICA SPEZIAL – Da Vincis ruhige Hand Prostata-Operationen sind gefürchtet. Die Hamburger Martini-Klinik nutzt das hochpräzise, robotergestützte OP-System „Da Vinci” – und kann Folgeschäden auf diese Weise minimieren. ULTRASCHALL – „Gerät und Schallkopf werden verschmelzen” Die Sonographie ist das meisteingesetzte bildgebende diagnostische Verfahren in der Medizin und hat in den vergangenen Jahren viele Disziplinen revolutioniert. kma sprach mit dem Herausgeber der weltweit führenden Zeitschrift „Ultraschall in der Medizin” über das, was der Ultraschall in Zukunft leisten kann.

Deutsches Ärzteblatt

 

 

Das Ärzteblatt meldete: Washington/Cambridge, 20. Februar 2015: Die Weltbevölkerung ernährt sich immer ungesünder. Einer Analyse der weltweiten Ernährungsgewohnten in Lancet Global Health zufolge leben immer mehr Menschen auch in ärmeren Ländern von Fastfood und zuckerhaltigen Getränken. Eine US-Leitlinie will den Verzehr von Kohlenhydraten, Kochsalz und ungesunden Fettsäuren senken, während Cholesterin nicht mehr als Problem betrachtet wird. Berlin, 19. Februar 2015: E-Health Gesetz: Chance für Telemedizin nicht genutzt Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) hat den Referenten­entwurf für ein E-Health-Gesetz grundsätzlich begrüßt, zugleich aber kritisiert, dass die Absicht, telemedizinische Leistungen zu fördern, nur marginal umgesetzt wird. Der Gesetzgeber habe es versäumt, die Nutzenbewertung telemedizinischer Leistungen an aktuelle medizinische und technologische Entwicklungen anzupassen. Vor allem im ländlichen Bereich lässt sich laut DGTelemed die ärztliche Versorgung schon heute in einigen Regionen kaum ohne Telemedizin sichern. Zudem gewinnen telemedizinische Leistungen auch vor dem Hintergrund der Stärkung der sektoren­übergreifenden Kooperation von Ärzten weiter an Bedeutung, daher müssten sie in den einheitlichen Bewertungsmaßstab aufgenommen und mit Zuschlägen gefördert werden, argumentiert die Fachgesellschaft. Jupiter/USA, 19. Februar 2015:  HIV: Gentherapie soll Impfstoff im Körper bereitstellen Auf der Suche nach einem langfristigen Schutz vor einer HIV-Infektion gehen US-Forscher neue Wege und stellen sie ein Verfahren vor, bei dem der Körper mittels Gentherapie veranlasst würde, einen „synthetischen“ Antikörper zu produzieren. Bei Affen war die Prävention erfolgreich. Alle Versuche, einen zuverlässigen Impfstoff gegen HIV herzustellen, sind bislang gescheitert. Michael Farzan vom Scripps Research Institute in Jupiter im US-Staat Florida schlug deshalb den Weg einer Gentherapie ein. Brüssel, 10. Dezember 2014: EU-Staaten sollen bei der Patientensicherheit vorankommen.  Die Gesundheitssysteme in Europa sollen noch mehr Gewicht auf die Patientensicherheit legen. Wege dazu seien unter anderem Leitlinien, eine noch intensivere Aus- und Fortbildung des Personals und die Schulung von Patienten. Ein entsprechendes Papier mit Empfehlungen zur Patientensicherheit im Allgemeinen und Schutz vor Infektionen und Antibiotikaresistenzen im Besonderen hat der Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Union (EPSCO) jetzt angenommen. Den Rat bilden die Gesundheits- beziehungsweise Verbraucherschutzminister der EU-Mitgliedsstaaten. Ihre Entscheidungen sind nicht rechtsverbindlich, sie dienen aber der politischen Orientierung und enthalten Handlungsaufforderungen an die Mitgliedstaaten Berlin, 10. Dezember 2014: Erprobung der Telematikinfrastruktur soll kommenden Winter beginnen. Dies kündigte der Hauptgeschäftsführer der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, Arno Elmer an und äußerte er sein Unverständnis für die Kritik an dem Projekt. „Mit der Telematikinfra­struktur wollen wir Prozesse ablösen wollen, die zum Teil 40 Jahre alt sind“, sagte Elmer heute auf einer Konferenz der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung in Berlin. Bonn, 10. Dezember 2014 Manipulierte Studien: 80 Arzneimittel­zulassungen müssen sofort ruhen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat gestern eine Liste mit Arzneimitteln veröffentlicht, bei denen wegen invalider Studiendaten ein Ruhen der Zulassung angeordnet wurde. Betroffen sind insgesamt 80 Präparate von 16 Her­stellern, für die die indische Firma GVK Biosciences Bioäquivalenzstudien durchge­führt hatte. Zu den betroffenen Präparaten zählen unter anderem Medikamente gegen Hypertonie, Migräne, Depressionen sowie Thrombozytenaggregationshemmer. Berlin, 10. Dezember 2014: Krankenhausreform darf Personal nicht noch stärker belasten. Bei der anstehenden Krankenhausreform die Überlastung von Ärzten und Pflegepersonal in den Blick zu nehmen und Entlastung zu schaffen, hat der Hart­mannbund (HB) gefordert. „Die viel beschworene Qualitätsoffensive ohne qualifiziertes, motiviertes und nicht hoffnungslos überlastetes Personal ist von vornherein zum Scheitern verurteilt“, sagte dessen Vorsitzender Klaus Reinhardt. Er bezog sich damit auf die Ergebnisse einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform des stationären Sektors. Die Gruppe hatte am vergangenen Freitag auf 24 Seiten Eckpunkte dazu vorgelegt. Unter anderem geht es darum, eine qualitätsorientierte Vergütung in die stationäre Versorgung einzuführen. Bostin, Oktober 2014: Alzheimer wächst in 3D-Zellkultur: US-Forschern in Boston ist es gelungen, die wesentlichen pathologischen Merkmale eines Morbus Alzheimer in einer dreidimensionalen Nervenzellkultur nachzustellen. Ihre Studie in Nature (2014; doi:10.1038/nature13800) klärt Fragen zur Pathogenese und könnte sich zu einem wertvollen Instrument zur Entdeckung neuer Wirkstoffe erweisen. Das Zellmodell eröffnet den Forschern die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Wirkstoffen auf ihre Fähigkeit zu testen, Amyloidablagerungen zu verhindern. Dem Vernehmen nach wollen die Forscher demnächst 1.200 zugelassene und 5.000 experimentelle Wirkstoffe screenen. Viele Kardiologen befürworten Telemedizin: Bei einer Befragung des Fraunhofer-Instituts für Software-Engineering, der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke und des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern befürworten Viele Kardiologen eine flächendeckende Einführung von Telemedizin zur Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Herzrhythmus­störungen in ihrem Arbeitsumfeld. Einen entscheidenden Vorteil sehen die Mediziner in der Erhöhung der Therapietreue von Herzinsuffizienz-Patienten durch die regelmäßige Übermittlung von Vitalparametern im Rahmen der telemedizinischen Begleitung. Eine gemeinsame elektronische Patientenakte halten die Kardiologen dagegen für weniger wichtig. Berührungsempfindliche Armprothesen erhöhen Geschicklichkeit: Bioingenieure aus den USA und Schweden haben neuartige Armprothesen entwickelt, die die Patienten durch eine Berührungsempfindlichkeit zu einer besseren Motorik im Alltag verhelfen. Die Prothesen können Signale aus mehr als einem Dutzend Regionen der Prothese empfangen und über Elektroden, die den Patienten in den Stumpf implantiert wurden, weiterleiten. Ein zwischengeschalteter Rechner analysiert die Dauer und die Intensität der Berührung und setzt sie in differenzierte Signale um, an denen die Patienten nach einiger Zeit erkennen können, ob sie ein Sandpapier oder einen glatten Stoff berühren. Einem Patienten vermittelte die Prothese nicht nur ein gewisses „Fingerspitzengefühl“, sie täuschte ihn auch darüber hinweg, dass der Arm nicht vorhanden war: Die Phantom­schmerzen, die als Folge dieses Verlustes im Gehirn entstehen, verschwanden. Es sind aber noch weitere Studien notwendig, bevor die Prothesen den Weg in die Regelversorgung schaffen. Nobelpreis für Physiologie und Medizin: Inneres „GPS-System“ entschlüsselt. In einem Medizinreport berichtet das Deutsche Ärzteblatt über die Ehrung der drei Neurobiologen John O’Keefe und das Ehepaar May-Britt und Edvard Moser mit dem diesjährigen Medizin-Nobelpreis. Chemie-Nobelpreis für deutschen Forscher: Hohe Relevanz für die Medizin: Der deutsche Physiker Stefan Hell (51), Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen ist zusammen mit den US-amerikanischen Forschern Prof. Eric Betzig und William Moerner mit dem Chemie-Nobelpreis für „bahnbrechende Forschungsarbeiten in der Nanoskopie ausgezeichnet worden“. Die Nanoskopie ist eine Weiterentwicklung der Mikroskopie und wird angewandt, um Moleküle auf der Oberfläche oder im Inneren lebender Zellen darzustellen. Sie hat damit große Bedeutung für die Medizin, denn so lassen sich krankheitsrelevante Proteine, zum Beispiel bei Krebs, in ihrer Verteilung, in ihrer Expressionsquantität und im Krankheitsverlauf darstellen und vergleichen.