Digitalisierung für Dummies

» Artikel veröffentlicht am 08.05.22, von

KKC-Expertin Dr. med Christina Czeschik hat ein Masterstudium in der Medizininformatik mit einer Arbeit zu Machine Learning und Netzwerkanalyse abgeschlossen. Angeregt durch viele Computeranwender hat sie kürzlich eine regelrechte „Enzyklopädie“ der Digitalisierung herausgebracht, in der sie auf 276 Seiten in verständlicher Weise alle Aspekte dieser Technologie vorstellt.

Der Leser erfährt neben dem aktuellen Stand der Digitalisierung wie KI, VR und AR, Internet of Things, Krypto-Währungen, Telematik, AAL und Robotik auch Überraschendes. Computer mit einer ternären statt der üblichen binaren Logik arbeiteten jahrzehntelang in der Sowjetunion. Zusätzlich zu den Werten 0 und 1 rechneten sie auch mit -1 als Wert bzw. mit 0, 1 und 2. Oder: mit einem parallel arbeitenden DNA-Computer entstand 1994 das Fachgebiet des Biocomputing.

Im Bereich der Sozialen Medien gelangt der Leser zu den Digitalen Nomaden, der Digital Bohème, der New Work und der Digitalen Gesundheit mit den Ausprägungen von Quantified Self und Cyborgs. Mit der Betrachtung der gesellschaftlichen Auswirkungen wie Post Privacy, Nudging, dem Verlust des Transaktionsgedächtnisses und der zwischenmenschlichen Kontakte gelingt der Autorin ein kritischer Ausblick.

Ihr Fazit am Ende: „Wenn eine digitale Leistung eine persönliche ersetzt (ohne dass Sie dagegen Einspruch erheben können), dann hat sie Ihr Leben vermutlich ein bisschen schlechter gemacht. Wenn eine digitale Leistung aber dort einspringt, wo Sie sonst gar keine Unterstützung gehabt hätten – dann macht sie Ihr Leben besser.“